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Führung durch Innovationen-Konventionelle und ökologische Landwirtschaft nicht gegeneinander ausspielen

Führung durch Innovationen-Konventionelle und ökologische Landwirtschaft nicht gegeneinander ausspielen

Bei dem gut besuchten Videotalk des FDP-Kreisverband hat die FDP-Bundestagsabgeordnete Nicole Bauer, Landwirtschaftsexpertin und frauenpoltische Sprecherin ihrer Partei die Bedeutung von Innovationen und der Landwirtschaft für unsere Zukunft dargestellt.
Der Wohlstand in Deutschland kann nur gesichert werden, wenn es uns gelingt auch zukünftig führend in Innovationen zu sein. Besonders die vielen kleinen Gründerfirmen und den Mittelstand müssen wir durch die Bereitstellung einer guten Infrastruktur und finanzielle Anreize fördern. Aber auch die technische Ausstattung unserer Hochschulen muss verbessert werden und wir müssen noch mehr junge Frauen für die technischen Berufe ( MINT) begeistern. „Wir brauchen auch in der Bevölkerung eine Haltung, die Innovationen als gut und notwendig begreift “, so Bauer, die selbst bis vor 4 Jahren als Wirtschaftsingenieur( Elektrotechnik) bei BMW gearbeitet hat. „Wir dürfen in den technischen Innovationen nicht nur die Risiken, sondern die Chancen sehen.“
Technologieoffenheit und Transfer von Innovationen in alle Bereiche unserer Gesellschaft wie z.B. In Gesundheit und Pflege müssen wir nutzen genauso wie die Künstliche Intelligenz( KI) und die Nachhaltigkeit durch mehr Kreislaufwirtschaft.
Beim Thema Landwirtschaft betonte Nicole Bauer, die selbst aus einem Bauernhof bei Landshut kommt, deren zukünftige Bedeutung für unsere Gesellschaft. Sie ist in Bayern immer noch der drittstärkste Wirtschaftssektor. Wir brauchen ein Verständnis für die Nöte und Sorgen unserer Bauern „ Die Menschen in den Städten haben immer weniger Bezug zur realen Landwirtschaft. Das idyllische Bauernhofbild aus dem Kinderbuch
gibt es schon lange nicht mehr“ so Bauer. „ Unsere Bauern stehen im Wettbewerb und wollen endlich vernünftige Preise für Ihre Produkte. Da hilft es auch nichts konventionelle gegen ökologische Landwirtschaft auszuspielen. Wir brauchen beide für unsere Ernährungssicherheit und zum Erhalt unserer Kulturlandschaft“.
Für einen Fehler hält Bauer daher auch die Trennung der Landwirtschaftsschulen in Bayern in ökologische und herkömmliche Landwirtschaft. Beide können voneinander lernen und auch ökologische Betriebe werden bei einem Überangebot mit einem Preisverfall zu kämpfen haben. Gemeinsam ist allen Landwirten neben dem Ziel höhere Verbraucherpreise zu erzielen, auch die neuen Möglichkeiten genveränderten Pflanzen zu nutzen (z.B. wegen Wasserarmut oder Schädlingsbefall) und die Nutzung neuer innovativer Technik bei der Bewirtschaftung von Hof und Feldern.
Als weiteren Schnellschuß von Markus Söder sieht Bauer das von diesem propagierte „urban farming“ . „Mehr Begrünung von Betonarchitektur zur CO2 ist sinnvoll, aber wir brauchen in Bayern nicht auch noch groß landwirtschaftlichen Anbau in den Städten. Das führt nur zu weiterem Preisdruck und Höfesterben.“